Leser-Feedback

Wenn man es geschafft hat, eine gewisse Stammleserschaft für sein Blog zu gewinnen und diese die eigenen Beiträge kommentiert, macht bloggen erst richtig Spaß. Es ist unheimlich spannend, die Reaktionen und Meinungen der Leser auf das zu bekommen, was man von sich gibt.

Die Spannung ergibt sich, finde ich, nicht zuletzt daraus, dass es sehr schwer ist, die Reaktion der Leser auf einen gewissen Text vorherzusehen. Artikel, in die mehr Arbeit geflossen ist und mit denen man selbst ganz zufrieden ist, werden oft still akzeptiert, während ein Zweizeiler eine lange Diskussion entfachen kann. Manche Blogger geben offen zu, das auszunutzen und ein Thema nicht selbst zu erschlagen, sondern den Lesern Gelegenheit zu sinnvollem Beitragen zu geben. Das mag und mache ich nicht, wahrscheinlich wegen des Beigeschmacks von Unaufrichtigkeit und Manipulation. Besser alles raushauen, was mir zum Thema einfällt.

Ab und zu wird man enttäuscht und die Kommentare zu einem Text, im dem man nach eigener Einschätzung eine gewagte Meinung vertritt und den man nicht allzu schwer angreifen könnte, bleiben still. Aber das macht nichts, denn der umgekehrte Fall, in dem man unerwartet viel Rückmeldung bekommt, gleicht das mehr als aus.

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  1. Leser sind halt auch nur Menschen. Und agieren anders als erwartet. Aber das ist das schöne, unerwartete am Bloggen.

    Und bei vielen Artikeln traue ich mich nicht, meinen Senf dazu zugeben. Einerseits aus Respekt vor dem doch sehr ausführlichen Text (denke dann immer ein Kommentar wie: “Ja seh ich genauso” ect. müssen ja nicht sein) und zweitens meist auch aus Unwissenheit gegenüber der Materie.

  2. Ja, ich bin ja selbst eher zurückhaltender Kommentator in anderen Blogs und lass es auch meistens bleiben, wenn ich nichts sinnvolles zu sagen habe – also sehr oft. ;)

    Um das “Ja, seh’ ich genauso” abzukürzen hat jemand den Punkt eingeführt, aber irgendwie find’ ich das auch albern.

    Der Text oben war übrigens nicht als Kritik gemeint, dass zu wenige kommentieren, sondern einfach als Ausdruck der angenehmen Verwunderung. :)

  3. Ist auch nicht als Kritik bei mir angekommen ;-)

    Das mit den Punkt ist wirklich etwas, naha… Hat n bissel was von den “Erster”-Schreiern.

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