Ich bin – außer mich selbst – nicht selten auch versucht, Blogbeiträge anderer in den Kommentaren zu korrigieren, vor allem wenn Grammatikfehler im Text sind.
Die Motivation ist dabei eher nicht Besserwisserei, sondern Fremdschämen. Ich will es dem Schreiber am liebsten ersparen, dass noch mehr Leute den Fehler lesen und deshalb schlecht von ihm denken. Genau deshalb sind mir offensichtliche Tippfehler egal, das kann passieren. Aber Fehler wie das und dass zu verwechseln oder andere wirkliche Denkfehler in Satzbau und Grammatik bin ich geneigt zu kommentieren.
Trotzdem tu’ ich es meist nicht, aus (falscher?) Höflichkeit oder weil man eben doch unweigerlich als Besserwisser rüberkommt. Ich sollte aber wohl trotzdem, denn ich selbst freue mich, wenn ich auf einen peinlichen Fehler hingewiesen werde. Dann ist er nämlich weg.
Dieser kleine Text hat einen konkreten Anlass.
Schlagworte: Blogger unter sich, Kommentare, Sprache
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ich denke, die mischung machts.
stünde unter jedem artikel ein korrekturhinweis wäre das wohl leicht enervierend und möglicherweise nähme man den autoren vielleicht auch zu ernst. ich zumindest haue manchmal wie wild in die tasten und veröffentliche unkorrigiert, manchmal schreibe ich aber auch sätze zigmal um und veröffentliche unkorrigiert.
bei blogs mag ich manchmal die mitunter etwas raue unmittelbarkeit. flüchtigkeitsfehler finde ich da eher charmant, sofern sie mir überhaupt auffallen, weil ich meinerseits “über die buchstaben hinweglese”.
andererseits: eine mail wäre doch mitunter auch ein dezenter weg, oder?




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