Feeds

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Seit langem wurde einmal wieder mit Stöcken nach mir geworfen. Nun denn:

1. Welchen Feedreader benutzt Du und seit wann? Gregarius, schon ganz lange.

2. Wieviele Feeds hast Du abonniert, wieviele davon sind Blogs (in )? 171, geschätzte 80 davon Blogs.

3. Wieviele Feeds liest Du täglich (wöchentlicher Schnitt)? Alle natürlich, aber viel wird nur überflogen.

4. Dein meistgelesenster Feed/deutscher Blog-Feed? “Meistgelesen” hat keinen Sinn, da ich alle “gleich viel” lese. Den Spiegelfechter lese ich aber etwas aufmerksamer als eineige andere.

5. Welche Nachrichtenseiten hast Du abonniert (nenne max. 3)? Tagesschau, Heise, Radio Schweden.

6. Dein erstes und Dein letztes Blog im Reader? Unsinnige Frage, da nach Kategorien geordnet.

7. Lesegewohnheit: alphabetisch, chronologisch, durcheinander? Chronologisch, aber nach Blog und Kategorien gebündelt.

8. Hast Du Blogs/Feeds, von denen Du nicht zugeben würdest, dass Du sie liest, im Reader? Nein, meine Abos generieren automatisch die Blogroll auf meinen Blogs.

Wie üblich werfe ich das Stöckchen nicht weiter, sondern es bediene sich, wer Lust hat.

Yahoo Pipes

Ich habe inzwischen ein wenig mit den Yahoo Pipes herumgespielt und mir einige recht praktische zusammengebaut. Zum Beispiel Suchen bei Google News, die ich dann nach bestimmten Kriterien filtere. Das System hat einige seltsame Eigenheiten, finde ich, aber es funktioniert im Prinzip.

Ich habe auch endlich einen Feed angelegt, der alles zusammenfügt, was ich auf diversen Blogs so von mir gebe. Dazu war mehr Rumprobieren nötig als ich dachte. Zuerst hatte ich alle Feed-URLs in einem einzigen Fetch-Modul und wollte dessen Output nach Datum sortieren, so dass die neuesten wieder oben stehen. Das ging nicht so gut, deshalb hole ich jetzt jeden Feed einzeln und schneide ihn erst einmal mit dem Truncate-Modul nach wenigen Einträgen ab (je nach dem, wie oft ich jeweils schreibe) und nutze dann zwei Union-Module, um das alles zu vereinen.

So ensteht ein Feed mit unter 20 Einträgen, der aus den jeweils neuesten Einträge aus meinen Blogs besteht. Man findet ihn hier (rss).

Ein Artikel, den ich letzten Juni auf Blogressiv.de geschrieben habe, stimmt zwar im Detail vielleicht nicht mehr, hat aber prinzipiell nichts an Aktualität eingebüßt, finde ich. Deshalb an dieser Stelle eine leicht veränderte Wiederveröffentlichung:

Dass man Spuren hinterlässt, wenn man sich im Netz bewegt, Seiten aufruft und auf Links klickt, sollte sich herumgesprochen haben. Webserver protokollieren akribisch jeden Seitenaufruf und der Betreiber einer Webseite sieht, wer denn so alles vorbeikommt – zwar nur die IP-Adressen und keine Namen, aber immerhin.

Was man als Surfer oft nicht mitbekommt, ist, dass viele Seitenbetreiber ihre Logs freiwillig Fremdfirmen zur Verfügung stellen. Das kann aus vielerlei Gründen und auf unterschiedliche Arten geschehen, aber generell gilt: Sobald man ein Bild oder sogar JavaScritpt-Code von einer externen Seite nachlädt, bekommt diese auch jeden Seitenaufruf mit.

An erster Stelle ist hier Googles AdSense zu nennen. Auf unzähligen Seiten (auch auf einer meiner eigenen) findet man diese Anzeigen, denn sie sind einfach einzubauen und passen sich dem Inhalt der Seite an. Man muss lediglich ein Stück JavaScript-Code in den Quelltext seiner Seite einbauen. Dieser wird von Googles Servern nachgeladen und gibt die passende Anzeige zurück. Hierbei ist es unvermeidlich, dass Google jeden Seitenaufruf mitbekommt.

Aber sogar aus viel geringeren Gründen als Geld, geben Betreiber ihre Daten frei. Ein beliebtes Beispiel bei Bloggern sind gerade die Zugriffsstatistiken selbst. Anstatt selbst eine kleine Analyse-Software auf den Protokollen laufen zu lassen, gibt es zahlreiche und vielgenutzte Angebote wie counter.blogscout.de (oder in letzter Zeit verstärkt Google Analytics), die einem Statistiken über Besucherzahlen aufbereiten, wenn man wiederum einen Codeschnipsel in seine Seite einbaut und ihnen so die entsprechenden Daten zukommen lässt. Der einzige Vorteil gegenüber einer eigenen Webstatistik ist wohl der direkte Schwa^W Vergleich mit anderen Blogs.

Ein weiteres Beispiel: Technorati, der Primus der Blogsuchmaschinen. Man wird auch hier aufgefordert, ein Stück JavaScript in seine Seite einzubauen und bekommt dafür z.B. einen Link auf die Seite, die alle Blogeinträge anzeigt, die einen Link auf einen selbst gesetzt haben. Die URL dieses Links funktioniert aber auch ohne das Nachladen von Code und das entsprechende Bild kann man auch bei sich vorhalten.

Das alles ist weit verbreitet und sogenannte A-Blogger machen es vor: Werfen wir einen kurzen Blick auf Spreeblick, ein Blog den ich gern und regelmäßig lese. Wenn man die Startseite aufruft, bekommen das, neben den Spreeblickleuten selbst, Google, Technorati und der Blogscout-Counter mit. Auf Unterseiten gibt es teilweise zusätzlich dynamische Anzeigen von Amazon, die ähnlich wie die von Google funktionieren. Die Bilder für die Anzeigen oben rechts unter dem Suchfeld bei Spreeblick werden lokal vorgehalten und im Prinzip spräche wohl nichts dagegen, dass die zur Abrechnung nötige Information beim Klicken über die URL weitergegeben wird – schließlich wird man beispielsweise bei AdSense sowieso nur für Klicks und nicht für Seitenaufrufe bezahlt.

Wohlgemerkt gilt oben Genanntes meist nur, wenn man die Seite direkt aufruft; im Newsfeed tauchen diese Dinge bisher eher selten auf. Dafür gibt es da einen anderen vielbenutzten Service, FeedBurner, den man zur Auswertung dieser Leser benutzten kann – natürlich wiederum indem man ihnen die Besucherdaten überlässt.

Ob diese freiwillige Verbreitung von Besucherdaten ein Problem ist, weiß ich nicht. Im Web 2.0 scheinen Bedenken über Privatsphäre und Nutzerdaten eine geringe Rolle zu spielen. Ich finde aber, dass man sich dessen zumindest bewusst sein sollte. Blogressiv gibt keine Zugriffsdaten an andere weiter. Anregung für diesen Text war eine kleine Diskussion auf zeineku.de.

Nachtrag, 14. Feb, 16:30: Im Footer habe ich einen Hinweis auf die CC-Lizenz. Bis eben wurde das durch ein Plugin gehandhabt, aber es fiel mir auf, dass das kleine Bild dabei nicht lokal vorgehalten wird, sondern jedes Mal vom CreativeCommons-Server geholt wurde, wodurch dieser Besuche hier mitbekommt. Dem ist jetzt abgeholfen.

Röhren

Der neueste Dienst von Yahoo, Pipes, sieht ja mal äußerst interessant aus. Mit einer grafischen Programmierschnittstelle kann man da RSS-Feeds und andere Quellen im Internet mischen, filtern und sich auf allerlei Weise eigene Ausgabefeeds zusammenstellen. Über einen kurzen Blick bin ich noch nicht hinaus, aber ich glaube, das taugt was. Mehr hier.

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