Tarski ist das Theme, mit dem ich diesen und meine anderen Wordpress-Blogs betreibe. Warum gerade dieses und keines der hundert anderen, die man fertig für Wordpress in Netz findet?
Zuerst und als wichtigster Punkt ist natürlich das gelungene Design zu nennen. Es ist freundlich, hell, klar strukturiert und gibt durch den zusätzlichen unteren Teil den einzelnen Artikelseiten etwas Mehrwert und den Lesern gleich die Möglichkeit zum Weiterlesen. Tarski hat jedoch auch einige technische Vorteile, die ich zu schätzen gelernt habe und nicht mehr missen möchte.
- Grundlegende Eigenschaften des Themes lassen sich in einer Konfigurationsseite innerhalb des Wordpress-Backends anpassen (Screenshot), unter anderem:
- Die Auswahl des Titelbilds
- Die Wahl, welche “Pages” in der Navigationsleiste auftauchen sollen
- Mehrere Unter-Sylesheets mit verschiedenen Farbschemata von Text, Überschriften und Links. Hier lassen sich eigene Änderungen einfach als neue Variante des Themes einbinden.
- Die Möglichkeit, das Theme zentriert oder linksbündig anzuzeigen, die Sidebar rechts oder links zu haben und auszuwählen, was dort angezeigt werden soll.
- Tarski versteht sich mit einigen populären Plugins für Wordpress und bietet diese im Konfigurationsinterface direkt an. Dazu gehören z.B. Brian’s Latest Comments, das auch hier in der Sidebar oben die letzten Kommentare anzeigt, oder eine AJAX-basierte Suche mit Hilfe der Schlagworte des Ultimate Tag Warriors.
- Tarski wird aktiv weiterentwickelt. Als neulich Wordpress 2.1 herauskam, war Tarski nicht das einzige Theme, das kleinere Problemchen damit hatte. Es dauerte aber nur wenige Tage, bis die Macher eine neue Version herausgaben, die nicht nur die Probleme beseitigte, sondern auch andere Verbesserungen enthielt.
- Deutsche Übersetzung. Viele kurze Phrasen und Wörter verstecken sich in einem Theme und wenn man eine Seite konsequent auf Deutsch haben möchte, müssen diese übersetzt werden. Das möchte man natürlich nicht bei jeder neuen Version wiederholen und deshalb benutzt man den gettext-Mechanismus. Für Tarski gibt es eine .po-Datei, in der alle nötigen String-Ersetzungen stehen und die man lediglich neu kompiliert, wenn man etwas geändert hat. So nimmt man seine Übersetzung ohne Probleme über ein Upgrade mit.
- Es gibt Theme-Hooks, d.h. Variablen, die man in einer separaten PHP-Datei befüllen kann und deren Inhalt dann an unterschiedlichen Stellen im Layout auftaucht. So befüllt man z.B. die Sidebar ganz einfach oder platziert Werbung. Der Hauptvorteil dabei ist natürlich wiederum, dass man seine Änderungen so zentral wie möglich und unabhängig von den restlichen Dateien des Themes erstellt, so dass bei Upgrades ungleich weniger Arbeit anfällt als bei einem monolithisch aufgebauten Theme.
- Tarski unterstützt auch die Wordpress-Widgets, ich benutzte die aber nicht.
- Es werden fertige CSS-Klassen zum Formatieren der Blog-Posts angeboten, z.B. für Einschübe im Text oder Bilder. Mehr dazu hier.
Ich glaube das sind genug gute Gründe und ich kann nur noch einmal darauf hinweisen, wie viel Ärger man sich langfristig spart, wenn es möglich ist, Übersetzung und eigene Änderungen an einem Theme so getrennt wie möglich von den Dateien, die die Arbeit machen, zu halten. Dass man das nicht für alles einhalten kann und auch ich mir wegen weitergehender Änderungen bei Upgrades noch die Diffs einiger Dateien anschauen muss, ist klar, aber es ist eben weniger, als es mit weniger durchdachten Themes wäre.
Ich weiß, dass einige andere Themes ähnlich weit oder noch weiter in ihrer Veränderbarkeit gehen. Gute oder schlechte Erfahrungen damit gemacht?




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