Server

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Dieser und alle meine anderen Blogs laufen auf einem “dedicated Server” bei Hetzner. Das ist ein AMD Athlon XP 2400+ mit 512MB Speicher, der irgendwo in deren Rechenzentrum steht und für den ich mir die Kosten mit drei weiteren Menschen teile. Er läuft unter Debian GNU/Linux und da man volle Root-Rechte hat, kann man machen, was man will, ohne mit dem Hoster in Kontakt treten zu müssen.

Das bedeutet natürlich auch, dass man sich um die Sicherheit selbst kümmern muss. Zum Glück benutze ich seit 1997 ausschließlich Linux oder Unix und habe mittlerweile genug Administratorkenntnisse, dass ich glaube zu wissen, was ich tue. Den Server haben wir seit drei Jahren und wir wurden nach einem halben Jahr gehackt, weil ich es verschwitzt hatte, ein Update für Drupal einzuspielen, mit dem thomasmarquart.net läuft. Jetzt haben wir aber schon wieder eine Uptime von 546 Tagen. Sobald Debian “Etch” released wird steht ein großes Upgrade an. Da man keinen physikalischen Zugang zur Maschine hat, ist sowas immer ein ziemlicher Nervenkitzel.

Auf dem Server laufen:

  • Etwa 10 öffentliche Homepages, die meisten von mir, inklusive meines Bildarchivs mit 15GB an Bildern.
  • Fast ebensoviele passwortgeschützte Seiten, wie Wikis, die wir zum Arbeiten oder für anderes Organisatorisches verwenden.
  • Ein MySQL-Server für die datenbankbasierten Seiten, wie diese hier.
  • Ein Mailserver, inklusive Listenmanager Mailman.
  • Ein IMAP-Server, nur verschlüsselt und nur für uns.
  • Ein IRC-Server für den privaten Gebrauch.
  • Ein FTP-Server (vsftpd), der zwar uploads von jedermann erlaubt, aber die Rechte der Dateien so ändert, dass sie standardmäßig nicht mehr heruntergeladen werden können. Sonst hätten wir sofort lauter Warez da rumliegen.
  • Ein Server für den Anonymisierungsdienst TOR, dem wir unseren überflüssigen kostenlosen Traffic spendieren.
  • Ein Standalone Python-Webserver (cherrypy), den ich für Tests und Spielereien am Laufen habe. Ziemlich cool, das Teil.
  • Die Ausgabedateien, der Log-Analyzer zu meinen Webseiten, natürlich ebenfalls nicht öffentlich.
  • Nichtöffentliche Ports, die ich mir per SSH-Tunneling von verschiedenen Rechnern hole.

Eine weitere passwortgeschützte Seite muss ich noch speziell hervorheben, weil ich sie so extensiv benuzte: Meinen Feed-Reader. Es handelt sich dabei um die webbasierte Software Gregarius, die mir komfortabel die RSS-Feeds aller Seiten, die ich lese, zusammenstellt und sie mir präsentiert. Es ist also Diensten wie Bloglines ähnlich, mit dem riesigen Unterschied, dass keiner außer mir meine Lesegewohnheiten mitbekommt. Der Hauptvorteil ist dabei, dass es im Unterschied zu einer Anwendung, die auf dem Heimrechner läuft, keine Rolle spielt, von wo ich Nachrichten und Blogs lese und was ich jeweils als gelesen markiere. Natürlich taucht dann in den Logs der Seiten, auf die ich aus dem Gregarius geklickt habe, dessen Adresse als Referrer auf und sie mögen sich wundern, was das für eine passwortgeschützte Seite ist, die da auf sie verlinkt. Fantastische Sache!

Wie man sich denken kann, ist dieser Server durch seine feste IP und die schnelle Anbindung ein integraler Bestandteil meines “Lebens im Netz” geworden und ich möchte ihn keinesfalls missen. Er erlaubt mir, für viele Dinge vollständig unabhängig davon zu sein, an welchem Rechner ich sitze, weil ich ja eh alles im Netz liegen habe.

Es hat Vorteile, ein Nerd zu sein.

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